Für döi, wou niat vül Zeit hom, owa trotzdem üwa uns wos wissn wölln

 

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Wir haben hier nicht die phonetische Transkriptionsschrift gewählt, sondern eine leichter lesbare lautnahe Verschriftlichung. Unter Umständen erleichtert lautes Lesen das Verständnis. Natürlich konnten wir nicht allen Facetten unserer heimischen Mundart gerecht werden.

Sie können das Kurzporträt in Mundart (gesprochen von Friedrich Wölfl, Pechbrunn, Landkreis Tirschenreuth) hier anhören:

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Dou findst unser Schöll

Wer in Weidn am neia Routhaus vorbei in d´Weigelstrouß eine und nu a poar Schritt göiht, stöiht glei draaf vor unsera Schöll. Wer mit oin vo de vülln Busse kummt, houts blouß a poar Minutn, von Zuuch as göiht ma koa Vöierlstund. Wer vo weita herkummt, möissat af die erscht Seidn zruckbladln: Duart waa da Weech unter „Anfahrt“ akkrat bschriem.

Dees is vo uns bsonders

Mir san a staadlichs Gymnasium für d´Moidla – Boum hom mia niad.

In dean Joua genga üwa siemhunnert Moidla zu uns in d`Schöll. Etliche kumma as Weidn, die annern san as die Landkreis Neistadl, Tirschenrath, Amberch oder Schwandorf.

Ab da achtn Klass homm mia drei Zweich: Die oin nemma a dritte Fremdsprouch, die annern lerna vül üwa Polidik und Gsellschaft und wieda annere wölln vül driiwa wissen, wöi dees mit unsare Wirtschaft funktioniert. Owa die meistn Fecha san eh alle gleich üwa die ganz Schöllzeit, alle möin ja aa as gleiche Abitur machn. Lerna doun des dMoidla alles vo gout sechzg Lehrer, gleich vül Manner– wöi Weibaleit.

Vor gout hunnnert Joua wollten wichtiche Leit in Weidn unbedingt hom, dass aa d Moila endlich wos Gscheits lerna oder studiern kinna. Seitdem hout Weidn döi extra Schöll.

Fraale hout sich seit dera Zeit vül, vül gwanelt. Owa döi Idee vo damals homm mia uns bis heit dahaltn, a wenn ma heitzatoch ganz annners Zeich lerne mou und es etza ganz annerne Möglichkeitn gidd – fia Moidla wöi fia Boum.

Mia homm nu vül aners Bsonders, oins solltma glei etz nu soong:

Vo uns giits a poar Möglichkeiten, dass as Moidl bis namedoch uma halwa vöiare oder bis um fümfa bleim koa. Mir hoißn dees entweda a „offene“ oda a „gebundene“ Ganztagsschöll. Ma  m o u  dös naddürle niat machen, owa ma koans. Aaf d erschtn Seitn findma unter „Ganztagsangebote“  a ganz a Haafn dazou.

Und des hout a niad  jeda: Vo uns wird jeden Toch frisch kocht, dees Essn miing vülle gern und genga umara oins deswegn in unsare „Elly–Mensa“.

Und dees homma im Sinn

Wöi jeds Gymnasium homma alle Fecha, Weech und Prüfungen, wou zuaran bayrischn Gymnasium dazou ghöiarn. Mia wölln, dass unsere junge Leit alles wissen und kinna, wos ma in da Schöll, in da Uni, in da Oarwat und üwahabbt im Leem und in da Wöllt braucht: niad  blouß wenns um Sprachn göiht (scho aa Houchdeitsch!), sondern grood a, weensese um mathematische, naturwissenschaftliche oder technische Sachn draht.

Und dees lichat uns aa am Herzn: Mia wölln, dass alle lerna, wöi ma gout mitarand umgöiht und mitarand aaskummt. Und sie solln alles kenna und schätzn lerna, wos schöi is, gleich, obs mit Kunst, Musik, Tanz, Literatur oda Theater zsammhengt.

Nu wos:

Mir daans gern schaffn, dass unsere Moidla, wennmas dann mit siewazea oder achtzea Joua „ins Leem aaseschickn“, an vül interessiert san, sich sölwa gout san und aa mit anneren mit Herz und Vastand umgöih kinna und offene Leit wearn, wou im Leem wos taung, gleich wous spada leem oder oawern wern. Dann kann kumma wosdarawöll. Und sie sollnse alles sölwa gscheid richtn kinna, wos ma se sölwa richtn koa.

Dees solltst nu machen, wennst ebba a boar Minutn Zeit höist:

Göih doch numal zruck aaf die erscht Seitn! Und dann schaust dou a weng umananer in deane vaschiedne Fenster vo dera „Pöidsch“. Du wirst amend  a ganz a lewendiche Schöll finna, wou ma niad mid oina vo fröiha vagleichn koa.

Und dees wird vielleicht affalln:

Dou gihts a Haafn Kinna und junge Leit, döi wou wos lerna wölln, sich affs Lerna gfreia – und aaf ihr eigns Leem aa! Owa schau doch sölwa!

Wenn eier Moidl as Zeich dazou hout und unsa Schöll kenna lerna wüll und ihr eich fia uns interessierts: Rouf einfach oa oder schick a „Mail“!

Mia daadn uns gscheid gfreia!