Jetzt anmelden zur Weidener Schülerakademie 2021/2022

 

Die Weidener Schülerakademie am Elly-Heuss-Gymnasium ist ein besonderes Zusatzangebot für alle  Schülerinnen und Schüler, denen das „normale Gymnasium“ nicht immer das bietet, was sie darüber hinaus noch interessiert – in Kooperation der drei Weidener Gymnasien.

Hier unser Kursprogramm für das nächste Schuljahr 2021/2022:

Jugend debattiert – Debating Society (ab Jgst. 9)

Schülerinnen und Schüler diskutieren verschiedenste Themen in englischer Sprache. Die Debatten halten sich an ein strenges Muster, die Abfolge der Sprecher und die Sprechdauer sind fest reguliert. Die Teilnahme an Parlamentssimulationen mit internationaler Beteiligung, z.B. in Kerkrade/Holland, wird angestrebt.

Sabine Hoffmann M.A., Oberstudienrätin i.B.

 

Francesco Petrarca – ein Wiederentdecker der Antike (ab Jgst. 9)

Latein – da beschäftigt man sich doch fast nur mit Caesar oder Cicero, oder? Auf keinen Fall! Das Fach ist wesentlich bunter als man meinen möchte. In welcher anderen Fremdsprache können Schüler sich schon mit Texten aus mehr als 1500 Jahren beschäftigen? Und welche vermeintlich tote Sprache hat unser heutiges Denken derart nachhaltig beeinflusst wie Latein? Die außerordentliche Wirkung der Antike auf die moderne Welt kann u. a. an Francesco Petrarca aufgezeigt werden, einem Dichter und Philosophen des 14. Jahrhunderts, der heute als der ‘erste moderne Mensch’ gilt. Im Zentrum von Petrarcas literarischem Werk steht die Wiederentdeckung der Antike und das Bestreben, Antike und Christentum zu versöhnen. Damit ist Petrarca auch ein typischer Vertreter seiner Zeit, der Renaissance. In diesem Lektürekurs wollen wir uns zunächst dem Autor Petrarca und seiner Zeit nähern und uns anschließend mit wichtigen Passagen aus seinen lateinischen Schriften beschäftigen. Im Zentrum stehen hier u. a. seine lateinischen Briefe. Da sich Petrarca darin auch mit verschiedenen antiken Schriftstellern beschäftigt, vermittelt dieser Kurs nebenbei auch ein Erst- bzw. Grundwissen zu ausgewählten Stationen der antiken Literatur.

Sonja Winkler, StRin

 

Exkursionen zu historischen Orten (ab Jgst. 9)

Der Schülerakademie Geschichte war im Schuljahr 2020/21 coronabedingt nur eine Exkursion möglich, die München in seiner Rolle als Residenzstadt zeigte. Die wahrhaft glänzende Pracht der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige beeindruckten beeindruckte in der Residenz und in der Nymphenburger Schlossanlage, vor allem im großzügigen Schlosspark, der vom Badetempel bis zum Jagdschloss alle Träume einer Sommerresidenz erfüllen konnte. Dass bayerische Geschichte weit umfangreicher als nur die oberbayerische Residenzstadt ist, sollen die Exkursionen im nächsten Schuljahr zeigen, die als weitere Ziele Bamberg, Bayreuth, Nürnberg und Regensburg haben werden.

Ralph Conrad, StD

 

Naturwissenschaftliche Exkursionen (ab Jgst. 8)

Im kommenden Schuljahr sollen, soweit coronabedingt möglich, naturwissenschaftliche Exkursionen stattfinden. Ein mögliches Ziel könnte zum Beispiel das Experimentierlabor an der Universität Regensburg sein, wo die Erstellung eines genetischen Fingerabdruckes selbstständig durchgeführt werden kann. Es können aber auch physikalische Experimente, zum Beispiel zur Photovoltaik, am EAM Schülerlabor der Universität Erlangen absolviert werden. Alternativ bzw. zusätzlich könnten Betriebsexkursionen (z.B. Osram in Regensburg, Conti in Regensburg) oder die Erkundung des KTB in Windischeschenbach angeboten werden. Die thematische Auswahl orientiert sich am Interesse der Teilnehmer und an terminlichen Gegebenheiten.

Dr. Alexander Herrig, OStR

 

Philosophie-Werkstatt (ab Jgst. 9)

Philosophische Frauenpower – eine andere Geschichte des Denkens

Die Philosophie-Geschichte scheint im Wesentlichen von Philosophen geprägt zu sein. So stellt sich zu Recht die Frage: „Wo sind eigentlich die Philosophinnen?“ Macht man sich auf die Suche nach Antworten, wird man ziemlich überrascht: Von der Antike bis zur Gegenwart wimmelt es geradezu von Philosophinnen, die mit ihrem weiblichen Blick völlig neue Denkperspektiven eröffnen. Sei es beispielweise Hypatia von Alexandrien, die bereits im 4.Jahrhundert v. Chr. zahlreiche Zuhörer um sich zu versammeln wusste, oder Émilie du Châtelet, die im 18. Jahrhundert sogar den großen deutschen Aufklärer Kant beeinflusste, oder Hannah Arendt, die als politische Theoretikerin des 20. Jahrhunderts nicht unumstritten ist. Nicht nur die von den einzelnen Philosophinnen erörterten Themen, sondern auch der jeweilige zeitliche Hintergrund werden uns näher beschäftigen.

Zudem gilt es weitere Fragestellungen in den Blick zu nehmen:

  • Warum werden Philosophinnen kaum wahrgenommen?
  • Gibt es „weibliches Denken“?
  • Sind Philosophinnen immer auch Feministinnen?
  • Wie prägen zeitgenössische Philosophinnen die Welt der Philosophie?
  • Ist die Zukunft der Philosophie vielleicht sogar weiblich?…

Angedacht wäre am Jahresende eine kleine, aber feine Ausstellung zu präsentieren. Der Kurs wendet sich – wie immer – an alle, die Freude an intensivem Gedankenaustausch haben.

Susanne Kopp, OStRin

ANMELDUNGSFORMULAR zum Download (pdf)