Am 25. Juni fand am Elly-Heuss- Gymnasium Weiden das Sommerkonzert 2025 statt – ein Abend, der ganz im Zeichen vielfältiger musikalischer Beiträge und einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen, Lehrkräften und Technik stand. Die zuvor während der Chor- und Orchestertage in Ensdorf vorbereiteten Stücke wurden nun auf der Bühne präsentiert und sorgten für ein abwechslungsreiches Konzerterlebnis.
Eröffnet wurde das Konzert mit „Free your Soul“ von Michael Carbow – gemeinsam mit dem Publikum gesungen, gelang hier bereits zu Beginn eine direkte Verbindung zwischen Bühne und Zuhörerraum. Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiter Harald Pröm übernahmen die Chöre mit „Roar“ von Katy Perry das musikalische Kommando. Rhythmisch präzise und klanglich ausgewogen setzten sie damit ein selbstbewusstes Zeichen.
Aurelia Zawal interpretierte Ed Sheerans „Perfect“ mit klarem Ausdruck und sicherer Intonation – eine der leiseren, aber wirkungsvollen Stellen des Abends.
Mit „A Million Dreams“ von Pasek & Paul traten die Chöre erneut auf und überzeugten mit dynamischer Gestaltung und stimmlicher Homogenität.
Die Schülerband „VI VILL“ brachte mit einem eigenen Titel frische Klangfarben ins Programm, bevor das Orchester mit „Palladio I“ von Karl Jenkins einen klanglich dichten Kontrast setzte. Das Werk überzeugte durch rhythmische Genauigkeit und ein kraftvolles Zusammenspiel. Elea Magnin interpretierte im Anschluss „Vienna“ von Billy Joel mit feinem Gespür für Melodie und Timing.
Ein solistischer Höhepunkt war der „Ungarische Tanz“ von R. Krentzlin, den Paula Schieder vierhändig mit Daniel Harlander technisch souverän und mit viel Spielfreude darbot. Mit „Shake it off“ von Taylor Swift präsentierten sich schließlich der Unterstufenchor und die Band gemeinsam in einer energiegeladenen Darbietung.
Nach der Pause eröffnete der Oberstufenchor mit John Dowlands „Come again“. Die mehrstimmige Renaissance-Motette wurde klanglich klar und tiefsinnig vorgetragen. Es folgte das traditionelle „There’s a River“, arrangiert von Daniel Harlander – ein Stück, das durch seine Schlichtheit und textlichen Eindringlichkeit in der Wirkung überzeugte.
Magdalena Pausch brachte mit Ludovico Einaudis „Experience“ eine ganz andere Klangwelt ein – minimalistisch, aber ausdrucksstark gespielt. Einen weiteren orchestralen Beitrag lieferte das Orchester mit „Somebody that I used to know“ von Gotye, dessen mehrschichtige Struktur überzeugend umgesetzt wurde. Die Band „VI VILL“ sorgte danach erneut für einen rockigen Höhepunkt.
Mit „Scherzo & Trio“ von Anton Diabelli (wiederum souverän gespielt von Paula Schieder), dem gefühlvoll von Valerie Massold gesungenen „Eti Sny Noty“ von A. Koshmal sowie dem „Menuett aus der Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel spannte sich ein Bogen von der Barockzeit bis zur Moderne.
Den Abschluss des Abends bildete zunächst „Let her go“ von Passenger, gefühlvoll interpretiert von Magdalena Pausch und Daniel Harlander. Zum Finale vereinten sich die Chöre in „Die with a Smile“ – einem Song von Bruno Mars und Lady Gaga – zu einem klangvollen und stimmig arrangierten Ausklang des Konzerts.
Ein großer Dank gilt Kathrin Hirsekorn und Wolfgang Polack für die intensive musikalische Betreuung sowie die aufwändige und technisch anspruchsvolle Umsetzung von Ton- und Lichttechnik, die den musikalischen Rahmen stimmig unterstützte.
Das Konzert war kein Spektakel im klassischen Sinn – vielmehr zeigte es in vielen Momenten eine feinsinnige Musikalität, Eigenverantwortung der Mitwirkenden und eine Atmosphäre, in der musikalisches Arbeiten sichtbar und hörbar wurde. Ein gelungener Abschluss des musikalischen Schuljahres und ein wunderbares Konzert zum Thema „Sehnsucht“.



