Die Weidener Literaturtage 2019: Eine literarische Lesung für die 8. Jahrgangsstufe des Elly

Tania Witte als Autorin liest aus ihrem Werk ‚Der Schein‘

„Ist da vorne’n Elefant gestorben, oder warum geht’s nicht weiter?“ Eine Jungsstimme, ziemlich weit hinter mir. Ich befand mich mitten auf dem Gangway, die vom Schiff aus übers Wasser geschoben worden war und uns Passagiere vom Rostocker Hafen an Bord führte. Oder besser: führen sollte. Im Moment stockt es. …”

… so beginnt der Roman von Tania Witte, den sie 2018 zusammen mit ihrer Co-Autorin Antje Wagner herausgebracht hat und zwar unter dem künstlerischen Pseudonym ELLA BLIX. Ein Roman, wie geschaffen für die Welt von Teenagern: Mysteriöse Ereignisse auf einer Insel, Probleme in einem Internat, die Themen Schule, Identität und Pubertät. In ihrem zweistündigen Vortrag veranschaulicht die couragierte und engagierte Schriftstellerin die Inhalte um die Hauptfigur und die Haupthandlung dieses Werkes. UND? … Eigentlich alle Schülerin

Literaturtage am Elly

nen sind inhaltlich plötzlich absolut dabei, tauchen ein in das Gewirr der Handlungsebenen dieses Romans, der sich weder der Erwachsenen- noch der Jugendwelt zuordnen lässt, so genial verdichtet und packend ist er geschrieben und gestaltet. Eine mal andere ‚Deutschstunde‘ auf U04 am 03.04.2019 in den ersten beiden Unterrichtsstunden. Tania Witte versteht es ihren Roman nicht kitschig, sondern sehr plausibel vorzustellen, indem sie immer wieder einzelne kleine Szenen kurz anspielt und mit mimischem Einsatz darstellt. Danach haben die Schülerinnen noch Gelegenheit, Fragen zu stellen, … und es interessiert sie, warum man eigentlich Autorin werden, wie man ein solches Buch überhaupt planen und schreiben kann und wie es mit dem Verdienst einer Schriftstellerin aussieht. Tania Witte, der „Porsche“ des Autorinnenduos, sagt dann am Ende fröhlich und locker ‚Ciao‘, freut sich mit den Schülerinnen über eine schöne Veranstaltung und Literaturlesung, die den Schülerinnen unseres Ellys die wundersame Welt der Literatur wieder einmal hautnah nahebringen konnte.

StDin Doris Weigl