Superclass of Personality

Am 30.06.2017, kurz vor Ende des Schuljahres 2017/2018, wurde für die 10. Jahrgangsstufe ein spezieller Workshop angeboten, der die Schülerinnen in verschiedener Hinsicht auf die Oberstufe und damit auch auf das weitere Leben vorbereiten sollte.

Speaker und Coach Christoph Baierl

Als Experte wurde Christoph Baierl in die Schule eingeladen, der auch schon im letzten Schuljahr einen Motivationsvortrag für die Mittelstufe gehalten hatte. Christoph Baierl ist ein bekannter Künstler, Speaker, Trainer für Kommunikation und Rhetorik, Schauspieler, Moderator und Konzertsänger. Mit seiner Expertise, seinen eigenen Lebenserfahrungen und seiner Begeisterungsfähigkeit setzte er auch in diesem Workshop klare Impulse für unsere Schülerinnen und deren gedankliche sowie reale Weiterentwicklung. Dieses Mal aber ging es um ein neues Thema und einen neu ausgearbeiteten, völlig aktuellen Workshop, speziell für die 10. Jahrgangsstufe. Im Mittelpunkt standen präzise formulierte und äußerst essentielle Themen, die eine besondere Bedeutung für die Schülerinnen in der 10. Jahrgangsstufe haben, da sie an der Schwelle zur gymnasialen Oberstufe stehen: Nach den Sommerferien werden diese sich in einer zweijährigen Ausbildungszeit auf das Abitur vorbereiten. Dabei geht es nicht nur um das Bewältigen einer gehobenen Stofffülle, nicht nur um das Meistern zahlreicher Prüfungssituationen, sondern auch um Kompetenzen und Anforderungen, die für ein anschließendes Studium von Wichtigkeit sein werden und ebenso für jegliche weitere persönliche und berufliche Entwicklung. Bei den meisten Schülerinnen tauchen deshalb am Ende der 10. Jahrgangsstufe viele Fragen auf, wie: Wie werde ich das alles schaffen? Wie werde ich das Abitur abschließen können? Wie werde ich während dieser zwei Jahre meine eigenen Interessen und Talente entdecken und weiter fördern können? Wie kann ich dennoch meine Freizeit genießen und sinnvoll gestalten? Was werde ich nach dem Abitur machen? Wie kann ich mich auf die Zeit nach dem Abitur vorbereiten? Welchen Beruf möchte ich ergreifen? UND: Was bedeutet ‚Erfolg‘? Was ist eigentlich ‚Glück‘?

… Fragende Gesichter, neugierige Fragen und zahlreiche kritische Kommentare in den vier folgenden Unterrichtsstunden des Workshops verwiesen darauf, wie ernst und bedeutend diese Themen an dieser Schwelle zur gymnasialen Oberstufe doch sind.

Moderator Baierl bei seinem interaktiven uind engagierten Vortrag

Klare Orientierungshinweise für die Zukunft

Herr Baierl arbeitete mit den Schülerinnen nicht nur zu diesen Fragen, sondern setzte dem allen noch eine weitere Note hinzu: Denn es sollte nicht darum gehen, einfache Anleitungen zu geben, sondern ein Bewusstsein zu schaffen, wie man das Bestmögliche aus sich herausholen und verwirklichen kann. Dabei sollte das ‚persönliche Glück‘ als Leitfaden dienen und die Selbstverwirklichung im Leben, was Beruf und privates Dasein anbelangt.
So wurde über gesellschaftliche Rahmenbedingungen, über das prägende Umfeld und sein eigenes Leistungsanspruchsdenken diskutiert. Baierl sprach dabei auch klar und direkt Anforderungen an, die das Leben an jede einzelne Schülerin im späteren Leben stellen würde. Finanzielles, Verantwortung, Organisation und ‚Glück‘ sowie Erfolg – und zwar auf allen Ebenen. Besonders beeindruckend war dabei Baierls Ansatz, dass man sich nicht mit dem Mittelmäßigen zufrieden geben solle, dass Glück und Erfolg sich auch einstelle, wenn man ein entsprechend verändertes Bewusstsein und Handeln entwickle und sich dafür einsetze und anstrenge.

Baierl beim Demonstrieren und Anleiten

Denkmuster, Anleitungen und Übungen

Die theoretischen Anleitungen und Denkanstöße lockerte Baierl immer wieder mit interaktiven ganzheitlichen Übungen ab, vor allem zur Konzentration und Entspannung. Baierl ging dann auf verschiedene Lern- und Verhaltenstypen ein, erläuterte deren Chancen und Probleme in der heutigen Gesellschaft auf amüsante Weise. Dabei kam natürlich auch die Digitalisierung der Gesellschaft zur Sprache. Wichtig sei laut Baierl, dass man sich nie auf nur einen Typus beschränke, sondern eine gelungene Mischung bilden solle, die einem ein glückliches, zufriedenes und erfolgreiches Leben ermöglichen könnten, wenn man sich auch dafür ernsthaft einbringt. Natürlich verwies er auch auf die individuelle Bedeutung von Erfolg, dass ‚Erfolg‘ verschiedene Facetten habe, dass ‚Erfolg‘ aber auch vor allem ein positives Miteinander sein könne, bei dem man übliche Masken und oberflächliche Rollen ablegen könne. So standen dann auch die Themen ‚Kommunikation‘, Empathie, Selbstwahrnehmung und Respekt auf der Tagesordnung.

Sich selbst wahrnehmen: Erkenne dich selbst!

Eine auflockernde Konzentrationseinheit

Mit einer besonderen meditativen Partnerübung veranschaulichte Baierl den Schülerinnen, wie wichtig auch die eigene und wie essentiell die tatsächliche und klare Wahrnehmung von Mitmenschen ist. Zur Darstellung eines Erfolgsrezepts sprach er sich dafür aus, dass man über den ‚Tellerrand‘ hinaus schauen müsste, dass man nicht nur vorgegebenen Rollen und Schemata folgen sollte. „Seid präsent!“ stand als Motto für eine ruhige Reflektion mehrere Minuten im Raum. Anfängliches Kichern wich schnell einer doch stillen und konkreten Konzentration, die sich im ganzen Raum ausbreitete. Echtheit, Präsentsein, Bewusstsein und klare Vorstellungen setzten Energie frei, die nicht nur dem einzelnen, sondern auch der Gesellschaft und damit auch wieder dem einzelnen dienlich seien. Eine ‚Komfortzone‘, die Passivität und Isolierung bedeute, sei für Baierl keine Prämisse im Leben. Planen, Machen, Anstrengen seien vielmehr die Aspekte, die Schülerinnen in ihrem weiteren Leben und dann eben auch in der gymnasialen Oberstufe behilflich sein können.

In diesem Sinne schloss Baierl diese lehrreiche und intensive Veranstaltung zum Thema ‚Superclass of Personality‘ mit einer gehörigen Portion Motivation und Lob an die Schülerinnen ab. Als weiteren Impuls stellte er den Schülerinnen seine neue ‚Superclass of Communication‘ vor, die ebenso eine weitere positive Treppenstufe zu einem erfolgreichen Leben darstellen könnte, und lud sie herzlich dazu ein.