Erasmus+: Elly-Schülerinnen europaweit engagiert

Zurück von der ersten Auslandsmission mit Erasmus+: Die europäische Projektgruppe des Elly-Heuss-Gymnasiums Weiden hat in Dänemark ihre erste Bewährungsprobe mit Bravour bestanden.

So klein ist die Welt: Integration von Flüchtlingen, nachhaltiges Alltagsleben, Freizeitangebote für Jugendliche und die Heimat als Ort zum Wohlfühlen – und mittendrin die Schule als Lern- und Lebensraum. Bereits beim ersten Treffen in Weiden im November 2016 konnten alle Beteiligten über ähnliche Erfahrungen in ihren Heimatgemeinden berichten. Beim zweiten Treffen in Dänemark ging es nun um Pilotprojekte, die künftig eine engere Zusammenarbeit von Schule und Gesellschaft ermöglichen sollen.

Vester Skerninge liegt im ländlich strukturierten Bezirk Svendborg und verschiedene Institutionen und Vereine hatten für die Projektteilnehmer aus fünf Ländern Aufgaben parat. Es galt die Kreativität der Jugendlichen und die Erfahrungen aus fünf verschiedenen Gesellschaften zu verbinden und Lösungen zu finden. Koordiniert wurden diese Challenges von der dänischen Partnerschule und dann in internationalen Teams, begleitet von einem Lehrer als Mentor, in Angriff genommen. Die Teilnehmer analysierten die Ausgangslage, entwarfen eine Zielvorstellung, stellten einen Maßnahmen- und Kostenplan auf und entwickelten Schritte zur Umsetzung. Diese Szenarien stellten Sie in einer Abschlusspräsentation den Aufgabenstellern vor.

Wie sahen die Aufgaben aus? Der örtliche Rat für Flüchtlingsangelegenheiten sucht weitere Möglichkeiten zur nachhaltigen Integration vor allem jugendlicher Migranten, das Öko-Selbstversorgerdorf ist auf der Suche nach neuen Siedlern, die Sportvereine wollen Jugendliche zu mehr Bewegung und Teilnahme am Spielbetrieb animieren, die Pfadfinder brauchen eine Steigerung ihres Bekanntheitsgrades und die Beratungsstelle für Jugendliche will ihr Imageproblem beheben.

Und wie die Lösungen? Die herausgeforderten Teilnehmer nutzten ihre eigenen Erfahrungen, Fähigkeiten und Möglichkeiten zur gründlichen Recherche und für umfassende Meinungsumfragen. Dazu ihre Kompetenz in Sachen soziale Medien, ihre Kreativität und den jugendlichen Mut, das Undenkbare zu Denken. Die Ergebnisse waren klare Faktenlagen, unvoreingenommene Bestandsaufnahmen und Wunschlisten, neugestaltete Internetauftritte oder Modelle für umweltbewusstes Probewohnen – Kostenvoranschlag inklusive.

Der Lohn? Vielfältige Erfahrungen, vielseitige Anerkennung und viele neue Erkenntnisse für erwachsene Aufgabensteller und jugendliche Problemlöser. Und die Vorfreude auf die nächsten Aufgaben, die ab November in Agrigento/Sizilien auf die Teams warten.