Lösungen finden statt nach Probleme suchen

Das Elly-Heuss-Gymnasium Weiden darf für die kommenden drei Schuljahre wieder ein europäisches Projekt mitgestalten, da unsere Bewerbung um eine Förderung im Rahmen des Programms Erasmus+ (vorher: COMENIUS) erfolgreich war. Die Schülerinnen und die Schulleitung sind sehr stolz, diese außergewöhnliche Auszeichnung erneut zu erhalten und freuen sich auf viele positive europäische Erlebnisse.

Der Titel des Projekts lautet „Something for Nothing: Schule in einer vielfältigen Gesellschaft.“ Das Hauptziel des Projekts ist es, gemeinsam mit den Schülerinnen Ideen zu entwickeln und zu vertiefen, wie sich das System Schule an gesellschaftlichen Veränderungen beteiligen kann und muss. Vor dem Hintergrund, dass verschiedene Länder Europas vor ähnlichen Herausforderungen stehen und trotz mancher kultureller Unterschiede eine gemeinsame Zukunft bestreiten werden, werden sich auch bei der Herangehensweise vergleichbare Strategien anbieten. Natürlich ist allen Beteiligten bewusst, dass nur allein „der Staat“ die vielfältigen Aufgabenstellungen nicht bewältigen kann und deshalb ehrenamtliches und freiwilliges Engagement notwendig ist.

Das Elly-Heuss-Gymnasium wird in diesem Projekt zunächst als Beispiel dienen, da das bisherige soziale Engagement ausdrücklich von der Bewertungskommission der Europäischen Kommission gelobt wurde. Im Verlauf des Projekts überlegen die Projektpartner, welche Beispiele sie in ihr Schulleben integrieren können und auch das Elly-Heuss-Gymnasium arbeitet stetig an Optimierungen und Erweiterungen.

An dem Projekt beteiligen sich Schulen aus den Niederlanden (Almere, Nähe Amsterdam), aus Dänemark (Vester Skerninge, Nähe Odense), aus Italien (Agrigento, Sizilien) und aus der Türkei (Bilecik, ca. drei Stunden außerhalb Istanbuls). Im Rahmen des Projekts werden an allen teilnehmenden Schulen einzelne Aspekte des Themas beleuchtet und die Ergebnisse in einer abschließenden Konferenz in Dänemark zusammengetragen. Die gesamte Projektgruppe des Elly-Heuss-Gymnasiums wird ca. 30 Schülerinnen umfassen, die über den Zeitraum von drei Jahren abwechselnd und ergänzend in kleineren Teams unterrichtsbegleitend arbeiten.

Die erste Projektwoche findet in der Woche nach den Herbstferien statt. Das Elly-Heuss-Gymnasium erwartet 25 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften aus den Partnerschulen, die allesamt in Gastfamilien untergebracht werden.

Zunächst wird die Rolle des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums im Mittelpunkt stehen, bieten und fordern die Lehrplanbestimmungen doch engen Kontakt zur Gesellschaft, in der die Schulgemeinschaft lebt. Am Beispiel der Praktikumsbestimmungen erfahren die Gäste, welche Arten der Kooperation es geben kann und wie diese ausgestaltet werden. Ein Besuch beim Arbeitskreis Asyl wird dazu den Einblick in die praktische Umsetzung geben.

Als Abschluss der ersten Projektwoche werden die Teilnehmer (und die Schülerinnen unserer Schule) für ein gemeinnütziges Projekt Spenden durch sportlichen Einsatz im Rahmen einer Charity-Veranstaltung erwerben.