Service Learning beim AK Asyl

Im Rahmen ihres Besuchs beim AK Asyl konnten die Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe des Sozialwissenschaftlichen Zweigs die Arbeit des Vereins und seine Entstehungsgeschichte näher kennenlernen.
„Jedes Kind sollte die Chance auf eine gute Bildung bekommen“, so Ursula Hess zu ihrer anfänglichen Motivation für die Gründung des Vereins. Seit 30 Jahren ist der AK Asyl in Weiden eine zentrale Einrichtung für die Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Aktuell werden täglich ca. 220 junge Menschen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtung betreut. Darunter sind auch 80 Flüchtlingskinder, die kaum Deutschkenntnisse haben und dennoch den schulischen Alltag meistern müssen.

Und hier kommen die Schülerinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums ins Spiel: Seit über 10 Jahren unterstützen die Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe des Sozialwissenschaftlichen Zweigs im Rahmen ihres Praktikums die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung bei der Hausaufgabenbetreuung. Sie helfen beim Lesen, beim Verstehen von Wörtern, bei der Erledigung der schriftlichen Hausaufgaben, beim Üben eines Diktats oder was eben anfällt.

Wir folgen hier dem Konzept „Service Learning“ – Lernen durch Engagement: Das gesellschaftliche Engagement der Schülerinnen wird verbunden mit fachlichem Lernen. In der Schule wird geplant, reflektiert und so das Engagement der Schülerinnen beim AK Asyl mit den Inhalten des Lehrplans verknüpft: Sozialisation, Integration und Toleranz, Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement.

Damit gewinnen die Schülerinnen nicht nur wertvolle Einblicke in Lebensbezüge, die den meisten eher fremd sind, sondern entwickeln auch ein Gespür für Probleme der Migration und Integration und erkennen die Bedeutung von Sozialisation für Kinder mit ganz unterschiedlichen biographischen Hintergründen. Dazu kommt, dass die Schülerinnen ihre sozialen und personalen Kompetenzen sowohl ausloten als auch erweitern. Zudem vermittelt diese Zusammenarbeit den Schülerinnen, dass sie mit ihrem Engagement Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen.