„Elly“ bei Uli – Uli Grötsch empfängt die Schülerinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums im Bundestag

Die zehnten Klassen des Elly-Heuss-Gymnasiums im Deutschen Bundestag

Mag sein, dass die Zehntklässlerinnen durch die starke Betonung des sozialwissenschaftlichen Ausbildungszweiges am EHG schon etwas mehr über den politischen Prozess in Deutschland wissen als andere, aber dem örtlichen Abgeordneten persönlich an seinem Berliner Arbeitsplatz im Bundestag zu begegnen, ihn mit Fragen bombardieren zu können, von seinen Erfahrungen und Zielen zu hören, das gibt dem anspruchsvollen Unterrichtsstoff auf einmal ein menschliches Gesicht und eine eigene Stimme – in original Oberpfälzer Mundart. Die Themen Asylpaket II, TTIP und der Umweltschutz interessierten die Schülerinnen besonders. Fast zwei Stunden nahm sich Uli Grötsch Zeit für die jungen Menschen aus seiner Heimat. Denn „diese Momente“ seien für ihn die wertvollsten im Politikeralltag. „Wenn ihr nicht wollt, dass andere eure Zukunft gestalten, dann gestaltet sie am besten selbst“, gab der Abgeordnete den politikinteressierten Schülerinnen mit auf den Weg.

Überhaupt war die Studienfahrt der zehnten Jahrgangsstufe des „Elly“ nach Berlin von starken Erlebnissen geprägt: In den Berliner Unterwelten wurden der Bombenkrieg im Zweiten Weltkrieg und die atomare Bedrohung des kalten Krieges spürbar und im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen hörten die Schülerinnen von Zeitzeugen aus erster Hand über die Schrecken der SED-Herrschaft in der DDR. Unmittelbarer kann Zeitgeschichte kaum mehr sein.

Dem politisch-sozialkundlichen Schwerpunkt der Exkursion wurde durch ein Planspiel im Bundesrat, einen Blick hinter die Kulissen der bayerischen Vertretung und durch den Besuch einer Plenarsitzung des Bundestages über das Fracking in Deutschland Rechnung getragen.

Kulturelles Highlight: eine Aufführung des Stückes „Dreimal Leben“ von Jasmina Rezer in der Vagantenbühne.

Politiker hautnah erleben: die Ellys im Gespräch mit Uli Grötsch