Elly-Heuss-Schülerinnen brillieren bei Europa-Simulation

Trainingscamp fürs Leben in den Niederlanden.

Die „Europa-Parlamentarierinnen“ des Elly-Heuss-Gymnasiums vor der Abtei Rolduc in Kerkrade/Niederlanden: Magdalena Maier (Q12), Vreni Peischl (Q12), Joelle Helgert (Q12), Katja Schmidt (Q12), Lena Merkel (Q11), Stefanie Hermann (Q11), Jana Lindner (Q12), Katrin Hirmer (Q11), Saskia Pröls (Q11), Sophie Salfetter (Q11)

„Wir lernen hier fürs Leben!“, so begann Claudius Karich, der diesjährige Präsident des Model European Parliaments, seine Rede zur Eröffnung der 3-tägigen Veranstaltung in der Abtei Rolduc in Kerkrade, in den Niederlanden. Er ist Schüler der Afnorth International School in Brunssum, die seit fast 30 Jahren Politiksimulationen für Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa veranstaltet.

Vom Elly-Heuss-Gymnasium nahmen in diesem Jahr insgesamt zehn Schülerinnen an dieser Politik-Simulation teil. Insgesamt beteiligten sich ca. 250 Schüler und Schülerinnen aus allen europäischen Staaten. Parlamentssprache war ausschließlich Englisch: Sie diskutierten u.a. wie zukünftig mit Minderheiten, z.B. der russischen Bevölkerung im Norden der Ukraine, umgegangen werden soll. Oder ist essinnvoll, sich für eine Europäische Armee stark zu machen? Soll es Handelsbeschränkungen für Staaten geben, die die eigene Bevölkerung unterdrücken? Wie kann die Energiesicherheit garantiert werden ohne sich zu stark von politisch fragwürdigen Regimen abhängig zu machen?

Katja Schmidt, Schülerin der Q12 des Elly-Heuss-Gymnasiums, übernahm die ehrenvolle und verantwortungsvolle Aufgabe der Ausschussvorsitzenden. Sie war für den Ablauf und die Organisation der Ausschussarbeit wie auch des Parlament zuständig. Mit großer Souveränität und Disziplin führte sie den Schlagabtausch zwischen den Abgeordneten zu einem sinnvollen Gesetzesvorschlag, der im Parlament schließlich mit großer Mehrheit angenommen werden konnte. Die Anstrengungen zahlten sich ihrer Meinung nach aus: „Für mich sind besonders die Kontakte, die man hier knüpft, sehr wichtig: Ich habe Leute aus ganz Europa kennen gelernt. Wenn man vor so einer großen Gruppe von Personen spricht, gewinnt man natürlich auch an Selbstvertrauen. Außerdem verstehe ich die europäische Politik jetzt viel besser und kann Entscheidungen richtig einsortieren.“

Diese Themen auf Englisch zu diskutieren, sich gegenüber Englisch-Muttersprachlern durchzusetzen und andere von den eigenen Ideen und Vorschlägen zu überzeugen, ist eine ganz besondere Leistung und zeugt von ausgeprägtem Selbstbewusstsein und fachlichen Kompetenzen, so die betreuende Lehrkraft Sabine Hoffmann. „ Katja hat das brillant hinbekommen. Diese Erfahrungen zeigen den Schülerinnen, dass die an der Schule erworbenen Fähigkeiten der Lebenswirklichkeit standhalten können: Mit Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen – auch wenn es mal wirklich anstrengend ist – lässt sich viel erreichen!“